NEUES:
Sorry 3000
Sorry 3000

Sorry3000

Foto
Lorenz Troll
Text
Anne

Im Sommer letzten Jahres erklärt Musikjournalist Linus Volkmann das Debüt von Sorry3000 „safe zur wichtigsten Deutschpop-Platte 2020“. Das lässt mich aufhorchen. Genau wie die Herkunft der Band: Halle an der Saale. Da wohn ich auch seit Anfang 2020. Hübsch aufregend so ein Neustart – bis zur Pandemie. Klubs dicht, Kneipen zu, Kontaktaufnahmen erschwert. Nun ist da diese für mich neue Band aus der für mich neuen Stadt und ihr Album „Warum Overthinking dich zerstört“. Ein Glück. Fühle mich schon durch den Titel verstanden. Der Zugang zum Gesamtwerk erfolgt zunächst über „Nasenspray“. Sauberes Hitmaterial. Noch nie wurde so selbstverständlich über die unterschätzte Alltagsdroge und Kontrollzwang in Beziehungen gesungen. „Keiner hält ihn auf, keine Rezeptpflicht, keine Rezeptpflicht“ – ein Refrain, so humorvoll wie tanzbar. Ich lache wie schon lange nicht mehr und drücke Repeat. Die poppigen Synthesizer sind so hübsch ironisch, wie die heiratswürdigen Namen der Bandmitglieder Stefanie Heartmann, Frank Leiden, Joni Spumante, Bianca Stress und Fenge (aus Bandpraktikant zum Festmitglied geworden). Doch damit nicht genug. Von „Fitness“ fühle ich mich mit meinen neuen Lockdown-Laufschuhen direkt ertappt. „Fitness ist jetzt meine Realität… komm mach mit, wenn du auch fit bist, wenn du nicht fit bist, machst du halt nicht mit.“ Aber ich will mitmachen, zumindest beim Fan-Klub Sorry3000. In ihren Songs geht es um Probleme, die jeder kennt. Doofer Name? Sorry3000 geben lebensnahe Hilfestellung: „Nennt mich einfach Franky, die kurze Form von Frank.“ Fahrrad geklaut? Macht nix, gehört doch zum Leben in der Stadt dazu. Und überhaupt die Stadt. Lieder wie „Neustadt“ oder „Die Stadt ist schöner“ erzählen auch vom Halle-Gefühl. Vom Leben in einer kleinen Großstadt in Deutschland, die schön, aber irgendwie auch egal zu sein scheint. „Als Reisender im ICE tut Sachsen-Anhalt niemand weh… Rauszuschauen bleibt ein Spaß, ein kleiner Schauer und das war’s“, heißt es in „Tarifgebiet“.Die Texte schlagen nach mehrmaligem Hören so richtig durch, nach dem ersten Lachen kommt die Deepness. Ich bin in love. Linus Volkmann vermutete schon in seiner Kritik: 2008 wären Sorry3000 „der heiße Scheiß in der übervollen Indie-Disco beim Immergut“ geworden. Ich denke, wir tanzen safe auch 2021 dazu!

Tschüss, ihr Lappen*.

*noch ein Songzitat

26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz • 26.-28.08.2021 • Neustrelitz •
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