Stellt euch vor, ihr seid fünfzehn, spielt seit zwei Jahren Gitarre und schreibt die ersten Songs für eure neue Band. Einen Refrain soll es geben - das wisst ihr. Ihr wollt, dass bei eurem zweiten Konzert alle mitsingen können. Fein. Und jetzt machen wir’s wie mit gutem Wein - erstmal ein paar Jahre ins Fass. Fünfzehn Jahre etwa.Ihr seht die Liebe eures Lebens gehen - zwei Mal. Ihr wollt euch in eine neue Stadt einleben - vier Mal. Ihr lernt, wie ihr an euren eigenen Fähigkeiten scheitert, eine Prüfung in den Sand setzt - auch zwei Mal, sagen wir drei Mal. Und, ihr schreibt das schönste Liebeslied, das jemals geschrieben wurde - mindestens elf Mal. Gelernt habt ihr auf der Gitarre mittlerweile viel. Die Parole des Refrains klingt jetzt alles andere als naiv - eher ehrlich, erfahren. Mittlerweile wisst ihr: It’s okay to fall down, it’s okay to crumble. Und jetzt? Ja, jetzt versucht euch mal daran zu erinnern, wie es damals war, mit fünfzehn, als man einfach nur einen Song schreiben wollte. Einen Song, den man klasse mitsingen kann. Geht? Prima, dann seid ihr am Ziel. Dann habt ihr geschafft, was An Horse mit Rearrange Beds hingelegt haben. Reif und einfach, ehrlich und roh. Die Staaten durften das schon erleben, jetzt ist Europa an der Reihe. Und, für ein sehr intimes Set kommen sie dann Ende Mai zu uns auf’s Immergut.
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