Sue The Night

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Foto: Rona Lane Photography

56, 57, 58, 59, 60, 61 … Verzählt. Noch mal von vorn, es ist ja genug Zeit da. 1, 2, 3, 4 … Buchen. 9, 10, 11, 12 Birken. 23 Graureiher. Davon 4 auf einem Berg.
82, 83, 84 Mittelstreifen. Aufgehört zu zählen haben wir mittlerweile die schwarz-weißen Plastik-Reflektoren-Dingsis am Straßenrand, die am Anfang der Grasnarbe neben dem Asphalt aufgereiht im gleichen Abstand zueinander stehen. Eines wissen wir jedoch: bei Tempo 90 benötigen wir im Durchschnitt 1,5 Sekunden bis unsere Motorhaube die imaginäre Linie des nächsten Reflektor-Pollers überquert. Wie eine Ziellinie, wie viele kleine Zwischenetappen trennen sie uns von unserem eigentlichen Ziel.
Oh, Reh! Lange nicht mehr gesehen. Erst mal Pause machen, gucken ob es wegrennt. Kurz den Stadt-Smog aushusten und eine Rauchen.
121, 122, 123 Beats per Minute, aber nicht die geraden. Es läuft Sue The Night mit The Whale. Wieder an den Motor und weiter! Wir fahren einen Fleischerbenz - "the beast“ - ohne Kopflehnen.

Gleich sind wir da, der alte Wasserturm ist schon in Sicht. Ortseingangsschild Neustrelitz. Wir öffnen alle Fenster und lassen die minzfrische Löwenzahn-Luft rein, für die die Stadt an dieser Stelle so bekannt ist.
Nicht mehr lang und wir sind am Neustrelitzer Landestheater - im Großen Haus - beim Auftaktabend des Immergut Festivals!

5, 4, 3, 2, 1 … Vorhang auf für Sue The Night, der Schwester von The War On Drugs.

Text: Matse

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