Lasse Matthiessen

Lassematthiessen klein

Foto: Michael Bomke

Manchmal, denke ich mir: „Wäre ich doch lieber in einer Musikerfamilie groß geworden. Hätte die Musik in die Wiege gelegt bekommen. Würde ein Instrument erlernen — das natürlich spielend. Käme nie mit riesigem Lampenfieber auf eine Bühne und könnte das Publikum berauschend unterhalten.“ Nun ja, viel Konjunktiv liest sich hier heraus, denn weder musikalisch, mit Fingerfertigkeit für Instrumente, noch mit Taktgefühl und Bühnentalent bin ich so durch die Kinder- und Jugendtage stolziert. Das macht mir sonst ja nichts aus. Ich sitze im Bürostuhl, schreibe Texte und Berichte, schiebe Zahlen von Zelle A12 nach A14 und bespreche Sachen um Sachen im „Konfi“. Nur wenn ich Lasse Matthiessen sehe und vor allem höre, kommen die Gedanken wieder. Kommt der Konjunktiv wieder. So schön, so eindrucksvoll, so einprägend kommt die Musik des Dänen daher. So stark zieht sie einen in den Bann. Regt einen zum Träumen und Nachdenken an. Das schafft eigentlich kaum Musik bei mir - nur Lasse Matthiessen schafft das. Und wenn man dann auch noch so gut aus sieht, kann doch eigentlich nichts mehr falsch laufen. Ihr glaubt es nicht? Schaut und hört es euch an. Überzeugt euch. Im Landestheater Neustrelitz.

Autor: Bjarne

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