
Kunz geht in diesem Jahr mit seinen Projekten direkt ins Festival: hier findet Kunst nicht nur auf den Bühnen zwischen Wald und Hainen statt. Schaut euch um und ihr entdeckt vieles, was ihr (mit)machen könnt. Mit dem Künstlerduo Sarah Domann und Alexandra Duda und ihrer Installation rewir
werdet ihr in Erinnerungen schwelgen. Ein Zeichen setzen könnt ihr mit Jens Ertelts A Trail On Reciprocity And Kindness und eure neuen Geschichten werden fotografisch im Projekt Herzblut von den Künstlerinnen Caterina Behrendt und Wiebke Degler festgehalten.
rewir

Das Künstlerduo Sarah Domann (Berlin) und Alexandra Duda (Hamburg) greift mit seiner Installation „rewir“ auf das Ergebnis ihres Projekts „Was feld dir ein?“ von 2010 zurück. Damals wurden die BesucherInnen animiert, ihre Gedanken und Eindrücke zu notieren und dem „Feld“ auf dem Immergut Festival zu übergeben. Zwei Jahre später werden diese Gedanken nun präsentiert – natürlich nicht rein
dokumentarisch. Vielmehr sind die Gedanken nur in einem bestimmten Blickwinkel lesbar. So wird eine andere und neue Sicht auf das Immergut Festival erzeugt. Der Betrachter wird temporär aus dem WIR des Festivalgefüges herausgelöst und ihm wird durch das Lesen der Gedanken die Charakteristiken des Mikrokosmos Festival bewusst (mehr →)
A Trail On Reciprocity And Kindness

Jens Ertelt – ein Künstler aus Kassel – hat sich mit der Inanspruchnahme von Raum als kulturelle Praxis beschäftigt. Hier auf dem Immergut Festival zeigt er seine konzeptionelle Arbeit “A Trail On Reciprocity And Kindness.”, bei der ein Trampelpfad konkret und symbolisch angelegt wird. Für Jens Ertelt steht das Immergut Festival für eine kulturelle Inanspruchnahme von öffentlichem Raum. Durch das Festival werden der unmittelbare Ort des Geschehens, die Region und die Menschen geprägt. Es ist ein Ort, an dem sich zudem die Wege von KünstlerInnen, BesucherInnen, OrganisatorInnen
und anderen Mitwirkenden kreuzen. Ein Trampelpfad ist eine sehr ähnliche Inanspruchnahme vom öffentlichen Raum. Durch die Bewegungen von vielen Menschen werden verschiedene Orte neu verknüpft. So wird auf dem Festivalgelände ein solcher künstlich angelegt. Dieser kann und sollte von jedem Festivalteilnehmer beschritten werden, als ein Zeichen der Anerkennung der kulturellen Arbeit, die sich hinter dem Immergut Festival verbirgt. Zum Abschluss dieses Projektes werden Blumensamen gestreut, so dass auch nach dem Festival dieser symbolische Pfad erhalten bleibt. (mehr →)
Herzblut

Festivalbesucher im Herzen – die Herzen der Festvialbesucher näher bringen. Die beiden Künstlerinnen Wiebke Degler und Caterina Behrendt aus Halle/Saale lassen in ihrem Projekt „Herzblut“ in Anlehnung an die wohlbekannten Dreigroschenromane vom Zeitungskiosk nebenan eine eigene Welt entstehen. In einem gemütlich eingerichteten Fotostudio in einem Bauwagen haben die BesucherInnen des Immergut Festivals die Möglichkeit, das Cover ihres eigenen Liebesromans zu gestalten. Hier können sie gemeinsam in
Kostüme schlüpfen und sich vor einer inszenierten Kulisse fotografieren lassen. Natürlich wird auch der Titel der eigenen Liebesgeschichte selbst bestimmt. Ein Bestseller? Vielleicht wird auch die „erste Zeile“ für den eigenen Liebesroman direkt auf dem Festival geschrieben. Die beiden Künstlerinnen geben euch jede Möglichkeit. Wiebke Degler und Caterina Behrendt geben dem immerguten WIR nicht nur einen ironischen Anstrich, sondern auch genug Stoff in der Leseecke für neue Anekdoten vom Festival. (mehr →)
Friska Viljor

Lebensbegegnung, 2007, Nebenbühne, 2009, Hauptbühne, Sonne, immer, Maximum an Glück, Spaß, Liebe, Freundschaft, Sympathie, Musik für’s Leben, Schwitzen, Tanzen, Hüpfen, Springen, Amüsieren, Jetzt, Lächeln, Kribbeln, Mitsingen, Lachen, Melodien, poppig, punkig, lustig, Chor, La la la la la la, Bravo!, Brüder, Schweden, charmant, Gesunder Wille, Männer,
Alkohol, Musik, Immergut 2012, emotional, Samstagnacht, Tiefgang, Hochflug, Helligkeit, ohnegleichen…
50 Worte, die mir spontan zu Friska Viljor einfallen, aber am Ende kann man die Band eben nicht in Worte fassen. Wir sind glücklich und aufgeregt, wie kleine Kinder. Bis Samstag Abend! (mehr →)
Leif Randt

Eine Stadt am Meer, in einem unbestimmten Nirgendwo. Eine Stimmung, die heiter ist, aber nicht euphorisch. Ein Leben, das keine Unwägbarkeiten kennt. Leif Randt erzählt uns von Wim Enderson. Und Wim Enderson erzählt von seinem Leben in diesem heilsversprechenden CobyCounty. Jung, erfolgreich, schick und in einer intakten Beziehung hat Wim alles, was er zum Glücklichsein braucht. Vor allem jetzt, da der verheißungsvolle Frühling beginnt. Doch das Baiser von CobyCounty gerät für ihn ins Bröckeln…
Leif Randt erzählt von einer Utopie, die mit jeder Buchseite weniger wünschenswert wird. Wim begegnet den Schaumbädern, Airport-Partys und seinem privilegierten Lifestyle mit einem emotionalen Gleichmaß, das ihn insgeheim zur tragischen Figur werden lässt. Hört genau hin, wenn Leif Randt am Birkenhain aus Schimmernder Dunst über CobyCounty liest, denn das ironische Knistern liegt zwischen den wohlüberlegten Worten dieses Wim Enderson.
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Sandro Perri

Die gute alte Kindheit. Toben mit den Freunden und raumgreifende Spiele wie Stehbock-Laufbock, Ticke, Fangen, Verstecken, Kirschbäume beklettern und die durch den Sommerregen aufgeplatzten Früchte direkt in den Mund ernten. Es wurden Affenschaukeln konstruiert, um sich in das kühle Nass fallen zu lassen. Es wurde getaucht und Expeditionen ins Schilf unternommen. Oder man lag einfach Zuhause auf dem Boden und ließ Matchboxes über selbstgebaute Rampen springen. Oh, du schöner übermäßig vorhandener Raum! Dann der Umzug, die Stadt und jetzt? Alles ist fertig. Der Tag besteht oft aus vorgefertigten Korridoren. Nichts will mehr ausschweifend untersucht werden. Schlenker, Ausbrüche aus dem Trott oder Umwege gibt es nur noch so selten. Auch das tagtägliche Radiogedudel klingt angepasst
und wirkt, als kämen nur Abkürzungen in Betracht. Bloß schnell auf den Punkt kommen, sonst geht die Hand ganz automatisch zum Frequenzenregler. Sandro Perri lässt das mit seinen Impossible Spaces zum Glück unbeeindruckt. Er nimmt sich den Raum, den er braucht. Nichts wirkt gestaucht oder gepresst. Die Melodien, die eingebauten Geräusche, alles kann sich ausdehnen, sich entwickeln. Ein wabernder Teppich aus guten, schlechten, entspannten und überlegten Momenten. Diese Momente wachsen selbst dann noch, wenn die Musik verebbt. Alles ist möglich in diesem Raum, den Perri uns bringt. Deshalb freuen wir uns schon besonders auf den Freitagnachmittag, an dem Sandro Perri den Birkenhain zur Hauptbühne werden lässt.
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Vierkanttretlager

Husum, Schleswig-Holstein – Die Küstenstadt an der Nordsee. Beschenkt oder geplagt von Ebbe und Flut. Man kann es nehmen, wie man will. Als rundum positiver Mensch nehme ich die Gezeiten mal als Geschenk. Wie kann die Natur als Mutter aller Metaphern dienen: zum Beispiel für Vierkanttretlager. 2010 war für die vier Jungs Flut angesagt, mit einem tollen Auftaktkonzert auf der Immergut Zeltbühne. Jung und etwas unerfahren kamen sie daher, aber spielten trotzdem ein
energiegeladenes und ungestümes Konzert. 2011 – Ebbe. Oder sagen wir lieber: Die Ruhe vor dem Sturm. Denn der wurde schon für 2012 vorhergesagt. Wir rüsten uns für eine kraftvolle und vor allem ausgereifte und mitnehmende Show. Ja genau, Die Natur greift an und mit ihr die herben Gitarrenriffs, das drängende Schlagzeug und die erhabenen Texte der vier Jungs von der rauen Nordsee. (mehr →)
New Build

Das Bandkarussell dreht sich. Erst langsam, dann immer schneller. Erst linksrum, dann rechtsrum. Ihr Dreh- und Angelpunkt bildet ein Studio und eine Band. Im Moment befindet sich alles um Hot Chip in Heavy Rotation. Ihre aktuelle Single Flutes zeigt das ziemlich eindeutig. Wie auf einer Töpferscheibe offenbart es das Panorama ihrer Studioarbeiten. Sucht man anfangs noch nach der vollständigen Besetzung und läuft Gefahr, einen Schwindel zu riskieren, kommen nach und nach doch alle Bandmitglieder in vertrauter Geselligkeit zusammen. Und auch er, Al Doyle,
erscheint wieder in der Tür, ist auf seinen Erkundungen und Umwegen nicht abhanden gekommen. Sein neuester Ausflug heißt New Build. Er bestreitet ihn mit Tom Hopkins und Hot Chips Felix Martin sowie einer musikalischen Begleitung, die ihren Songs live erst den besten Sinn verleiht. Eine tanzbare Mischung aus Synths, Percussion und der richtigen Dosis Funk. Ein Neubau, gespeist aus dem Londoner Klüngel und einer gesunden Experimentierfreude. Experimentiert doch mit und steigt ein ins musikalische Karussell am Festivalsamstag im Zelt. (mehr →)
Young Dreams
Wenn’s draußen grün wird, geht doch alles viel mehr nach vorne. Der eigene Gang wird beschwingter, die Klamotten leichter, alles wird so einfach. Die Schwalben kreisen vor deinem Balkon und du atmest auf. Die Welt gibt’s wieder in multicolor und riechen tut’s auch besser. Die Synästheten unter uns verbinden mit dem Farbenspiel da draußen sicher auch ihre eigene Musik. Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte: Young Dreams. Zum Grün, Blau, Gelb und Rot der Saison passt ihr Klang wie die schlechte Laune in den Spätherbst. Was die Beach Boys vielleicht unseren Eltern, die
Fleet Foxes uns noch vor einiger Zeit waren, sind uns Young Dreams in diesem Frühling. Ein Ensemble mit dem richtigen Gespür für Mark und Bein, für Singalong und das rhythmische Stampfen auf dem Boden. Zeit für den Aufbruch in den Sommer, angeführt von den jungen Norwegern. We’re restless / That’s why we keep on movin‘ / Not empty because of our Young Dreams / We’ll live forever. Dum, dum, dum, fidel, fidel, klatsch, klatsch. Was kann uns da den Rest des Jahres noch passieren? (mehr →)


























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